Antrag betreffend Beratung für muslimische Frauen, welche ihr Kopftuch ablegen wollen
27. April 2018
0

Nachdem meine Anfrage unzufriedenstellend beantwortet wurde, habe ich einen Antrag auf Einrichtung einer Beratungsstelle für muslimische Frauen, die ihr Kopftuch ablegen wollen, eingebracht. Das Abstimmungsverhalten der „feministischen“ Parteien SPÖ und Grün: Ablehnung. Das ist beschämend.

Der Tenor der Anfragebeantwortung: es gibt genug Beratungsstellen, wir brauchen das nicht. Ich aber denke, dass die Stadt Wien ein aktives und deutliches Zeichen setzen muss: es darf in Wien keine Frau geben, die ihr Kopftuch aus Angst vor Repressalien ihrer Umgebung oder ihrer Familie trägt. Die ihr Kopftuch nur trägt, weil sie niemanden hat, der sie objektiv berät. Erstaunlich ist, dass sich rot-grün zwar Feminismus auf die Fahnen heftet – aber wenn es um Unterstützung für muslimische Frauen geht, ängstlich schweigt.

 

Hier meine OTS zum Thema:

„In Wien darf es keine einzige Frau geben, die ihr Kopftuch aus Angst trägt. Das Recht von Frauen auf Selbstbestimmung darf nicht vor Religionen halt machen“, unterstreicht ÖVP Wien Integrationssprecherin Caroline Hungerländer. Wenn muslimische Frauen ihr Kopftuch ablegen, haben sie oft mit Repressalien der Community und ihren Familien zu kämpfen. Davor haben sie Angst. Eine öffentliche Beratungsstelle soll genau diesen Frauen Beratung, Hilfe und Unterstützung bieten, so Hungerländer im Rahmen des heutigen Gemeinderates.

Verärgert zeigt sich Hungerländer anlässlich der Ablehnung ihres Antrags im Gemeinderat. „Die Ablehnung von Rot-Grün ist komplett unverständlich. In einer Stadt, die sich Frauen- und Menschenrechten verpflichtet, braucht es ein deutliches und aktives Zeichen der Unterstützung. Es geht hier nicht um Religion, sondern um die Frage der weiblichen Selbstbestimmung“, so Hungerländer und weiter: „Damit wurde ein wichtiger Schritt für hilfesuchende Frauen vertan. Ein frauenpolitisches Armutszeugnis.“

Wie geht es weiter? Ich werde die Möglichkeit eines sogenannten „Rauflegers“ netzen, also den Antrag direkt in den zuständigen Ausschüssen einbringen. Der Antrag muss dann zwingend behandelt werden.

Beantwortung_amtsf._StRin_Sandra_Frauenberger (1)

Beschlussantrag_27.04.2018